Zum Vergleich von Kommunismus und Nationalsozialismus(6): Eva Herman, Katja Kipping und Sahra Wagenknecht

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„Und was immer man – berechtigt oder unberechtigt – gegen die Stalin-Zeit vorbringen mag, ihre Ergebnisse waren jedenfalls nicht Niedergang und Verwesung, sondern die Entwicklung eines um Jahrhunderte zurückgebliebenen Landes in eine moderne Großmacht während eines weltgeschichtlich einzigartigen Zeitraums; damit die Überwindung von Elend, Hunger, Analphabetismus, halbfeudalen Abhängigkeiten und schärfster kapitalistischer Ausbeutung; schließlich der Sieg über Hitlers Heere, die Zerschlagung des deutschen und europäischen Faschismus sowie die Ausweitung sozialistischer Gesellschaftsverhältnisse über den halben europäischen Kontinent.“

Richtig öffentlich und deutlich hat sich Frau Wagenknecht von diesem Bekenntnis 1992 bisher nicht distanziert.

Über die Weltsicht von Frau Kipping und damit zum Vergleich von Nationalsozialismus und Sozialismus schreibt Richard Wagner.

Und was war mit Eva Herman? Die TV-Journalistin schrieb mehrere Bücher aus konservativer Sicht über Frauenrollen. In Wikipedia wird sie zitiert: „„Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch ’ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er-Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das – alles, was wir an Werten hatten – …; es war ’ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle. Aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben…“

Journalisten sahen darin ein Lob der NS-Familienpolitik. Frau Herman verlor ihren Job beim ndr. Unterstützung erhielt sie nur noch von rechten Gruppierungen wie DVU und NPD. Zwar gewann Frau Herman mehrere Prozesse gegen ö.-r. Anstalten und Presseerzeugnisse wegen falscher Darstellungen, aber BGH und BVerfG werteten die Falschbehauptungen der Medien als zulässige Meinungsäußerungen.

Da ihre konservative Sicht von Familienpolitik in den Mainstream-Medien keinen Platz fand, landete sie in der rechten Ecke.

(Ich bin überrascht einen solchen sachlichen Artikel über eine nicht-linke Publizistin in Wikipedia zu lesen.)

Nachtrag 18.6.12: Frau Kipping ist unter die Glücksforscherinnen gegangen: Mehr als 40.000 € Monatseinkommen machen nicht glücklicher, hat sie herausgefunden: „Wer zu viel Champagner trinkt, hat irgendwann einen sauren Magen“, sagt sie. Da Sozialisten alle Menschen glücklich machen wollen, will sie Einkommen über 40.000 € mit 100% Steuer belasten. Nun kann Frau Kipping nicht den ganzen Tag mit dem Grundgesetz unter dem Arm herumlaufen. Sogar die Gewerkschaften können dem Vorschlag nichts abgewinnen.

Frau Kipping zählt mit ihrem Vorstoß nicht zu den Linksextremen in der Linken. Ihr französischer Kollege Mélenchon setzt die Obergrenze von Einkommen auf 30.000 €.

Meint sie eigentlich netto oder brutto? Die 40.000 müssen ja wohl auch versteuert werden? Da die „Reichensteuer“ von SPD und demokratischen Sozialisten ab ca. 5.000 € greifen soll, müssten wohl im Fall der Fälle ca. 53 % von den 40.000 weggesteuert werden.

Auch Lenin war schon Glücksforscher: Über dem Eingangstor zu seinem ersten KZ stand: “Lasst uns mit eiserner Hand die Menschheit ihrem Glück entgegentreiben”.

Die FAZ trägt Ergebnisse der Glücksforschung vor Frau Kipping zusammen.

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