rbb und Cottbus: Rückfall in alte Gewohnheiten

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Es gab zwischendurch einen Lichtblick in der rbb-Berichterstattung. Da war Cottbus vorübergehend nicht mehr nur Hochburg von Neonazis und rechtem „Pack“, wie Sigmar Gabriel zu sagen pflegt. Der rbb versuchte sich an einer Diskussionsveranstaltung. rbb-übliche Interviews zur Lage in Cottbus, bei denen der Oberbürgermeister, der Polizeipräsident, der Theaterintendant und ein Aktivist eines antifaschistischen Projekts interviewt wurde, schienen der Vergangenheit anzugehören. (Der Theaterintendant ließ „Biedermann und die Brandstifter“ oder „Aruro Ui“ aufführen als Beitrag der Kulturschaffenden zum Kampf gegen Rechts.)

Das Tauwetter hielt nicht lange an. Eigentlich kein Wunder, wenn man bedenkt, dass eine rbb-Redakteurin bei der antifaschistischen Kahane-Stiftung Amadeu Antonio engagiert ist und der Rechtsextremismusexperte des ARD-Senders, Olaf Sundermayer. sich daran beteiligt, den britischen Filmemacher Tommy Robinson beim Interviewen Cottbusser Bürger zu stören:

Steffen Melzer, Objektiv ist die ausschließlich subjektive Berichterstattung des RBB

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Warum Journalisten überwiegend links sind

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Roger Köppel, Chefredakteur der Schweizer Weltwoche, erinnert sich an einen Satz eines NZZ-Redakteurs aus der Zeit, als er selbst dort Redakteur war:

„Auslandredaktor Christoph Mühlemann, Sturmgeschütz im Kalten Krieg, aber auch Brillantautor von feinster Bildung, hatte es mir während eines gemeinsamen Abenddiensts erklärt: Die meisten Journalisten sind links aus Unfähigkeit, denn der Marxismus ist einfacher zu begreifen als der Liberalismus.“

Siehe auch Matthias Kepplinger!

 

Die Nazi-Ortsgruppen von Palästina

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Dass es eine Landesgruppe Palästina der NSDAP gab, ist wenig bekannt. Es hat nichts mit Juden und nichts mit den Hitlerfans unter den Arabern zu tun.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Templer entstanden, eine pietistische schwäbische Sekte, die in Palästina ein eigenes Reich Gottes gründen wollte. (Es besteht kein Zusammenhang mit dem Templerorden.) Bis zum Beginn der 1930er Jahre waren ca. 2.300 Templer eingewandert. Zu Arabern („faul“) und Juden (christlicher Antisemitismus und wirtschaftlicher Neid) gab es keine Kontakte.

Siehe dazu: „Es ist schon eine ganz nette Hitlergemeinde hier“ – SPIEGEL Einestages

Gibt es abhängige Tageszeitungen und unsoziale Medien?

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Es ist ja nicht allein so, dass man den Informationen der Qualitätsmedien nicht mehr vorbehaltlos trauen kann. Auch die Sprache leidet.

Aus dem Zettelkasten von Erik Lommatzsch

Ich könnte ergänzen: Warum erhalten nur rechte Parteien das Attribut populistisch?

Warum sind Kritiker „erneuerbarer“ Energien oder des menschengemachten Klimawandels „umstritten“, aber nicht Armutsstudien und Zahlen der Kriminalitätsstatistik.

Warum gibt es nur noch „Schutzsuchende“, aber keine Flüchtlinge mehr?

Das antirassistische Proporzdenken nimmt Fahrt auf, zumindest im Berliner Tagesspiegel

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Waren das noch Zeiten, als es bei Partei- und Staatsämtern um die proportionale Besetzung mit Protestanten und Katholiken, Friesen oder Franken ging. Auch die Genderungerechtigkeit ist kein großes Thema mehr. (Bei Ärzten, Lehrern, der Abiturquote und Tatort-Kommissarinnen ist sie längst übererfüllt.)

Jetzt hat Andrea Dernbach von der Queer-Redaktion des linken Berliner Tagesspiegels entdeckt, dass trotz des nichtweißen Bevölkerungsanteils auf unserem Territorium, keine Migranten in politischen und administrativen Führungspositionen sind, sondern fast ausschließlich weiße Männer und ein paar weiße Frauen.

Das wird heiter werden. Hat die CSU vor Jahren noch nach einem evangelischen Franken für den mit katholischen Bayern überbesetzten Parteivorstand gesucht, muss jetzt darauf geachtet werden, dass im Bundeskabinett nicht nur Länder- parteipolitscher und heterosexueller Proporz herrschen muss. Die LGBTIQ-Lobby wird auf Transgender-Ministern und-Staatssekretären bestehen, die Islamverbände auf Ausgewogenheit zwischen Sunniten und Schiiten. (Die Juden kriegen den Antisemitismusbeauftragten.)

Das rassistische Schwarzweiß-Denken der Journalistin Dernbach ist Schnee von gestern.

Tagesspiegel online v. 12.8.18

Mehr Wölfe in Brandenburg als in Ostsibirien?

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In der sibirischen Provinz Jakutien, dreimal so groß wie Deutschland leben 3.500 Wölfe. 3.000 sollen geschossen werden. Die Überfälle auf Rentierherden häufen sich. Bis zu 16.000 Rentiere und 300 Pferde werden jährlich gerissen. Die Züchter haben Millionenschäden und laufen Sturm. 500 Wölfe halten Fachleute für optimal für das Gebiet im äußersten Nordosten Sibiriens. (Man kennt aus dem Erdkundeunterricht vielleicht noch Werchojansk, den Kältepol der Erde.)

Deutschland hat demnach die optimale Wolfsdichte längst überschritten (ca. 200; jährliche Steigerung um 60 bis 80). Wobei man wissen muss, dass überwiegend Sachsen und Brandenburg Wolfsländer sind.

Rigorose Maßnahmen wie in Russland sind nicht möglich. Die Wolfslobby hat ganze Arbeit geleistet. Wölfe sind willkommen, stehen unter Naturschutz. Sie dürfen, das hat man immerhin in einigen Bundesländern nach jahrelangen Verhandlungen erreicht, in streng geregelten Einzelfällen geschossen werden. Solche Problemfälle müssen mindestens zweimal in eine gesicherte Anlage eingedrungen sein oder Menschen angefallen haben. Zum Abschuss freigegeben wurde in Brandenburg bei 140 von Wölfen gerissenen Herdentieren im laufenden Jahr bis Juli noch kein einziger.

Die Wolfslobby hat ganze Arbeit geleistet. Es gibt Wolfsmanager/-innen, es gibt Schadensmanager/-innen, Rissstatistiken werden geführt, Richtlinien und Handbücherfür Hütehunde, Schadensregulierung, Zaunhöhe, es gibt Richtlinien für Entschädigungen, eine Wolfsverordnung, ein Wolfsmonitoring, Wolfpaten, Wolfsmaterialien für Grundschulen und Kitas, es gibt Kommissionen und Konferenzen.

Nicht zuletzt exisitert eine einfühlsame Berichterstattung über Wölfe im ÖR-TV. Wolflobbyisten erklären dort, die Tierzüchter sollten höhere Zäune bauen (3 Meter bei Pferden) oder bessere Hütehunde kaufen. In einem fall, in dem Wölfe drei dutzend Schafe gerissen hatten, war die wolsmanager/-innenkrittik: Die Tiere hätten zu dicht zusammen gestanden, so dass die Wölfe leichte Beute gehabt hätten.

Jetzt ist zu hören, dass der Gutachter, der in Brandenburg bescheinigen soll, dass ein Herdentier wirklich von einem Wolf gerissen wurde, „Wolfsbotschafter“ beim Naturschutzbund Deutschland ist. (PNN v. 14.8.18, p12)

Der Text „Der böse Wolf“ weiß mehr über die problematische Ansiedlung von Wölfen in europäischen Kulturlandschaften: In Finnland gibt es inzwischen ein Wolfstaxi, das Kinder zur Schule bringt. Eltern lassen ihre Kinder bei Dunkelheit nicht mehr vor die Tür.

Angriffe von Wölfen auf Menschen in Wikipedia (englisch)

Die Wolfs-Seite des brandenburgischen Landesamtes für Umwelt erfasst zwar jeden ums Leben gekommenen Wolf, gibt aber keine Gesamtzahl der Wölfe für Brandenburg an, sondern nur 29 Rudel und 7 Paare und 1 Einzeltier und 77 Welpen.

Mich wundert, dass es wenigstens für Stichtage keine Gesamtzahl gibt. Es gibt jährlichen Nachwuchs von ca. 80 Welpen, die Sterblichkeit liegt anscheinend bei 50%. M. E. müsste demnach die Gesamtzahl der Wölfe in BRB bei über 200 liegen, relativ also höher als in Ostsibirien.

Ahuuuu – Sagen Sie Willkommen Wolf! (Nabu-Slogan)

Informationskompetenz gefragt: Wer zündet wie viele Flüchtlingsheime an?

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migrationskriminalität

Früher informierte man sich durch die Tagesschau. Heute informiert man sich hinterher. So läuft es bei den meisten Qualitätsmedien, vor allem, wenn es um Zahlen und Statistiken geht: „Schon mehr als 700 Angriffe auf Flüchtlinge“ heißt es bei der linken Zeit. Bis dann jemand die Fakten checkt. Das gibt es freilich nicht bei ttt, moma, Arte oder Panorama zu sehen. Meist geschieht das in kritischen Internetmedien. Denen wollen Regierung und die Mainstreammedien deswegen das Handwerk legen, mit Gesetzen, Rechercheverbünden, Hausdurchsuchungen und Löschbrigaden.

Peter Grimm auf AchGut macht in diesem Fall den Faktencheck.

Ähnlich läuft es bei antisemitischen Vorfällen. Da sind sich Qualitäsjournalist/-innen einig, dass die Deutschen antisemitischer geworden wären. Es mag sein, dass durch die Möglichkeiten des Internets Antisemiten es einfacher haben, sich zu äußern. Aber es ist ein Trugschluss, von Tweets und Postings auf den Social-Media-Spielwiesen auf die gesamte Gesellschaft zu schließen.

Wenn also eine amtliche Statistik von 87% rechtsextremem Hintergrund bei antisemitschen Straftaten in Deutschland erzählt, ist Vorsicht geboten. Selbst der doch moderate Historiker Wolfsohn spricht von einer Lüge.

Politiker, Qualitätsjournalisten und sogar „Wissenschaftler“ überbieten sich mit Beschwichtigungen und sehen in den Bio-Deutschen das Problem. Beheben wollen sie es mit mehr Geschichtsunterricht und mehr KZ-Gedenkstättenbesuchen.

Ob die eingewanderten, vor allem muslimischen Deutschen, sich in die biodeutsche Vergangenheitsbewältigung integrieren lassen? Wenn schon einem für seine Integrationsleistung mit einem Preis bedachten Özil das Singen der Nationalhymne schwerfällt, warum sollten andere Einwanderer ähnlicher Herkunft und ähnlichen Glaubens und ihre Nachkommen sich für Auschwitz entschuldigen?

Wie Kommunisten die Mauertoten schönreden

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mauertote

Die Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU ist allerdings genauso linksextrem wie linksextreme Linksjugend. Dort vergleicht man die Grenzanlagen im Westjordanland mit denen sich Israel vor palästinensischen Terroristen schützt, mit der Berliner Mauer. Das Beängsigende: Auch nach heftiger Kritik erkennen die Stiftungs-Mitarbeiter keinen Unterschied. Da können CDU und Linkspartei getrost koalieren.